Was dieser Controller Test prüft
Der Tester liest dein Gamepad über die Gamepad API des Browsers aus, also über dieselbe Schnittstelle, die auch Browser-Spiele nutzen. Was du hier siehst, ist genau das, was ein Spiel empfangen würde. Geprüft werden die vier Dinge, die an einem abgenutzten Controller am häufigsten kaputtgehen.
- Tasten. Jede der 17 Standard-Eingaben leuchtet beim Drücken auf und bleibt umrandet, sobald sie einmal registriert wurde. So gehst du das ganze Pad durch und findest tote oder doppelt auslösende Tasten.
- Analog-Sticks. Zwei runde Anzeigen zeigen die aktuelle Position jedes Sticks und zeichnen die Spur der letzten zwei Sekunden. Ein Stick, der nicht in der Mitte ruht, verzögert zurückspringt oder den äußeren Ring nicht erreicht, fällt sofort auf.
- Trigger. LT und RT sind bei den meisten Controllern analog. Die Balken zeigen, wie gleichmäßig der Druck von 0 auf 100 % steigt und ob der Trigger nach dem Loslassen wieder auf null geht.
- Vibration und Polling-Rate. Löse den starken und den schwachen Rumble-Motor getrennt aus und sieh, wie viele Eingabe-Reports pro Sekunde der Controller sendet.
So nutzt du den Gamepad Tester
- Verbinde den Controller per Kabel oder koppel ihn über Bluetooth. Unter macOS und Linux muss das Pad außerdem wach sein, also drücke eine beliebige Taste.
- Warte, bis der Status-Punkt grün wird und der Controller-Name erscheint.
- Drücke jede Taste einmal. Drehe jeden Stick am äußeren Rand entlang, lass ihn los und prüfe, ob er auf 0.00 zurückkehrt.
- Zieh beide Trigger langsam durch und kontrolliere, ob der Wert gleichmäßig ansteigt.
- Stehen die Sticks nach dem Loslassen nicht auf null, starte den separaten Stick-Drift-Test für eine genaue Messung.
Welche Controller funktionieren
Jedes HID-Gamepad, das dein Betriebssystem erkennt: Xbox Series, Xbox One und Xbox 360 Pads, PlayStation DualSense und DualShock 4, Nintendo Switch Pro Controller und Joy-Con (per Bluetooth gekoppelt), 8BitDo, Logitech, Hori, Razer, PowerA, GameSir und die meisten generischen USB-Pads. Auch mobile Browser unter Android und iPadOS unterstützen die Gamepad API, du kannst einen Controller also auch am Handy oder Tablet testen.
Der Tester läuft komplett auf deinem Gerät. Es wird nichts installiert und keine Eingabedaten werden irgendwohin gesendet.
Häufige Fragen
Der Controller ist verbunden, aber es wird nichts angezeigt. Warum?
Browser geben ein Gamepad aus Datenschutzgründen erst nach dem ersten Tastendruck frei. Drücke eine beliebige Taste. Erscheint der Controller trotzdem nicht, prüfe, ob eine andere App wie Steam oder DS4Windows das Gerät exklusiv belegt, und probiere einen anderen USB-Port oder ein anderes Kabel.
Funktioniert der Online-Tester mit PS5- und PS4-Controllern am PC?
Ja. DualSense und DualShock 4 werden von Windows, macOS und Linux per USB und Bluetooth erkannt. Touchpad und Gyroskop gehören nicht zur Standard-Gamepad API und werden deshalb nicht angezeigt, Tasten, Sticks, Trigger und Vibration dagegen schon.
Warum passen die Tastennummern nicht zu den Beschriftungen auf meinem Controller?
Die Gamepad API nutzt ein Standard-Layout mit nummerierten Tasten. Das kleine Label unter jeder Nummer zeigt den üblichen Xbox-/PlayStation-Namen für diese Position. Ein Controller mit „raw“-Mapping kann Eingaben anders anordnen.
Welche Polling-Rate ist normal?
Kabelgebundene Xbox- und DualSense-Pads liefern meist 125 bis 250 Hz, Bluetooth etwa 60 bis 125 Hz, Turnier-Pads bis zu 1000 Hz. Ein deutlich niedrigerer Wert deutet oft auf ein schlechtes Kabel, eine überlastete Bluetooth-Verbindung oder einen Browser hin, der Hintergrund-Tabs drosselt.